WCCS Regional Event 2015 in Barcelona

Geschrieben von Kyra Gähwiler
Als wir im Mai die Einladung für den diesjährigen European Regional Event des WCCS bekamen, entschieden wir uns spontan daran teilzunehmen. Ein paar sonnige Tage in Barcelona klangen verlockend. So reisten wir also Mitte Oktober zu sechst in die Stadt von Gaudí.
Am Donnerstag Abend startete der Event mit einer „philosophy night“. Wir liessen uns überraschen und staunten nicht schlecht, als da drei Chiropraktoren sassen und über Philosophien, Innate Intelligence und Energiewellen diskutierten. Das Barcelona Chiropractic College BCC veranstaltete den diesjährigen Event und organisierte somit auch die Redner, die alle mehr oder weniger vitalistisch überzeugt waren. Im Gegensatz zu unserer Ausbildung in Zürich, ist die Philosophie und das vitalistische Denken ein fester Bestandteil der Ausbildung am BCC. Natürlich sorgte das für genügend Gesprächsstoff während den vier Tage und wir hatten viele spannende Diskussionen.
Am Freitag nahmen wir am Morgen bei einem Full Spine Workshop geleitet von Tobias Goncharoff teil. Am Nachmittag fand die Opening Ceremony statt, an der unter anderen der Präsident von Chiro Spain, Carlos Gevers, eine Rede hielt und die verschiedenen Colleges sich vorstellten. Für uns war es sehr interessant zu hören, wie unterschiedlich die Ausbildungen in ganz Europa sind! Und für die anderen Studenten war es spannend, das erste Mal von der Ausbildung in Zürich präsentiert zu bekommen. Einen weiteren Vortrag an diesem Nachmittag sowie auch am nächsten und übernächsten Tag hielt Donald Epstein, der Begründer von Network Spinal Analysis. Er als sehr talentierter Redner, versuchte vergebens uns von seiner Philosophie zu überzeugen, die so gar nichts mit unserem Bild der Chiropraktik gemeinsam hatte. Seine Demonstrationen der Network-Technik an etlichen Studenten versetzte nicht nur uns in ungläubiges Staunen, sondern auch die Studenten von der Southern Denmark University, die uns ziemlich gleich gesinnt waren.
Am Abend folgte ein fröhliches Beisammensein mit grandiosen Tanzeinlagen und wir fühlten uns sehr aufgenommen im Kreise des WCCSler.
Der Samstag Morgen war voll von spannenden Vorträge, am Nachmittag wagten sie die einen ins noch ziemlich frische Meer und am Abend wurden wir zu einer City-Tour im Bus abgeholt. Obwohl wir lange im Stau standen wurde uns dank unserer privaten Juke-Box (Luana) nicht langweilig ;-).
Etwas müde nach der langen Nacht hörten wir uns am Sonntag noch die Vorträge von Heidi Grant über „hole-in-one“, James Thompson über Thompson-Technique, Andreas Söderström darüber, wie wir uns das Leben als Chiropraktoren vorstellen können und vieles mehr.
Bei einem oder zwei Glas Sangría liessen wir all die vielen Eindrücke noch etwas auf uns wirken, genossen den Abend mit unseren neuen Studenten-Freunden und machten uns Gedanken, ob der Beitritt zum WCCS etwas für uns wäre.

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